1870, das erste Gefecht!

Thomas

Thomas

Auftragsmaler und Tausendsassa bei mietpinsel.de
Im Hobby seit ich denken kann, nach einer längeren Pause Anfang der 2000er Jahre hat mich der Tabletop-Irrsinn wieder eingeholt.
Thomas
Wie Ihr ja mittlerweile schon mitbekommen habt stecken wir momentan mitten im 6mm Wahnsinn. Neben der dramatischen Schlacht des Amerikanischen Bürgerkrieges haben wir auch ein erstes Gefecht nach den Regeln von „1870“ gespielt. Ich hatte gehofft, das die Regeln es eben erlauben, eine große Schlacht mit Brigaden als grundsätzliche taktische Einheit zu spielen, zudem aber auch das Bataillon als maßgebliche Einheit abgebildet wird. So wollte ich ein „echtere“ Kampfdarstellung erreichen und die Aufstellung der Einheiten sollte seine Wichtigkeit behalten. Und ich muss sagen, es hat fantastisch funktioniert! Gespielt haben wir ein recht offenes Gefecht, 1,5 preußische Divisionen gegen 2 französische Divisionen. Beide Seiten begannen das Gefecht mit nur einer Brigade und etwas Artillerie, alle weitere Truppen rückten nach und nach als Reserven heran. Die Preußen sollten den zentralen Hügel und die zwei Brückenübergänge gegen den französischen Angriff halten …
Die erste französische Brigade rückt aufs Gefechtsfeld vor …
während die Preußen in offener Aufstellung den Hügel beiderseits der Brücken besetzt haben.
Kaum überqueren die Franzosen die erste Brücke, werden sie bereits unter weitreichendes Artilleriefeuer genommen. Diese Batterie sollte den Angreifern noch viel Kopfzerbrechen bereiten.
Die Franzosen erreichen in der Deckung des Waldes den Fluss und schicken sich an die Brücke zu nehmen.
Auf ihrer rechten Flanke wagt ein Regiment berittener Chasseurs einen Vorstoß, wird aber durch Artilleriefeuer abgewiesen.
Erste Reserven erreichen das Schlachtfeld, während die Franzosen stark gegen die preußische Rechte Flanke vorgehen.
Preußische Infanterieregimenter rücken nach…
… ebenso wie schwere Kavallerie.
Unter schweren Verlusten flieht das erste französische Regiment, doch dahinter folgen die zähen Zuaven. Auch die Preußen haben schwere Verluste, doch besonders die Jäger, die sich im Haus verbarrikadiert haben, halten dem Vorstoß stand.
Der französische Vormarsch stockt, daher staut sich ihre Artilleriereserve entlang der Waldstraße.
Auch an der zweiten Brücke greifen die Franzosen an und liefern sich ein starkes Feuergefecht, besonders die preußische Artillerie hält die Angreifer noch zurück.
Eine weitere Batterie nimmt Stellung auf dem Hügel.
Doch nun ist auch französische Artillerie eingetroffen und wirft die Verteidiger zurück.
Immer mehr Truppen Sammeln sich hinter der Kampflinie. Mittlerweile haben die Kommandeure mehr damit zu tun ihre Truppen zu manövrieren als die eigentliche Schlacht zu leiten.
Auch auf der preußischen Linken stockt der Vormarsch im schweren Feuer. Dahinter stauen sich die angreifenden Regimenter.
Rechts bricht die Verteidigung zusammen, doch frische Truppen erreichen bereits die Front.
Mit aller Kraft drängen die Franzosen über die Brücke den Hügel hinauf.
Mit ihrer Kavallerie wagen die Preußen sogar ein Flankenmanöver. Einzig ein paar französische Husaren decken hier den Anmarschweg.
Blick von oben auf die Schlacht. 
Die Preußen halten stand. Ihre moderne Artillerie und mannstarken Regimenter scheinen den Tag zu gewinnen. 
Nur langsam kommt der französische Angriff in Schwung. Doch die weitreichenden Chassepot-Gewehre sorgen für zahlreiche Verluste unter den Verteidigern. 
Kürassiere und eine weitere Infanterie-Brigade erreichen die Front. Doch mittlerweile läuft den Franzosen die Zeit davon.
Die Preußen halten…
ihr Generalstab kann für heute zufrieden sein.
Beide Brücken konnten von den Angreifern gewonnen werden, jedoch wanken die Verteidiger nicht und stellen sich der Attacke.
 Was für eine spannende und aufregende Schlacht. Beide Seiten konnten sich nach und nach auf dem Schlachtfeld entfalten und es war wirklich toll zu sehen, wie sich das Gelände mit Truppen füllte. Die Preußen konnten den Angriff erfolgreich Abwehren, jedoch nie wirklich eine eigene Initiative entwickeln. Ihre Artillerie war wirklich beeindruckend und setzte mich seit den ersten Minuten sofort unter Druck. Zudem war Thomas mir taktisch immer einen Schritt vorraus. Mit seinen 5 Befehlen pro Runde konnte er seine Truppen nahezu überall gleichzeitig Bewegen. Ich hatte nur 3 und meine Kommandeure taten alles sie nicht zu erfüllen. So kam es dazu, dass ich nie alle Einheiten bewegen konnte die erforderlich gewesen wären, Druck auf die Verteidiger aufzubauen. Dazu stoppte Thomas Artillerie meine Bewegungen direkt hinter den Brücken wodurch es zu einem fürchterlichen Stau auf den Straßen kam. Da standen meine Truppen nun, aufgehalten, zu langsam und am falschen Ort. Einzig die Reichweite der Chassepot hielt mich im Spiel. Ich konnte die preußische Infanterie unter starken Beschuss setzen, Thomas schaffte es nur selten nah heranzukommen und sein überlegenes Schnellfeuer gegen mich einzusetzen. Auch die Regiments- und Brigadeformationen spielten sich gut. Thomas stand in offener Linie, erschwerte es mir so ihn zu treffen, während ich in Brigade, zwei Linien hintereinander angriff. Das hintere Regiment füllte die Verluste des Vorderen immer wieder auf, so kam der Angriffsschwung selten ins stocken. Einzig die preußische Übermacht hielt mich auf, während meine Kerls im Stau steckten. Dank dieses Staus musste ich auch lange Zeit nahezu ohne Artillerie auskommen und schaffte es auch nie sie wirklich effektiv einzusetzen. Thomas hingegen nahm mich unter Dauerbeschuss wo immer er konnte.
Alles in allem war es ein tolles Spiel, es sah nicht nur wahnsinnig gut aus wie die Truppen so durchs Gelände marschierten, auch die Regeln spielten sich nach erster Eingewöhnung sehr gut. Es war so wie ich es mir vorstellte, die Regimentsgliederungen hatten einen wichtigen Einfluss auf die Schlacht und man war mehr damit beschäftigt, den Nachschub und die Aufstellung der Truppen zu leiten als das eigentliche Feuer. Alles in allem, ein Klasse Spiel! Also, mehr davon!!!!

Aufmarsch

Thomas

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Unser Zockwochenende steht an und ganz im Zeichen des 6mm-Wahsinns. Zum einen wollen wir „Altar of Freedom“ ausprobieren. Seit geraumer Zeit haben wir dafür die Truppen für 1st Manasses aufgestellt und nun ist es endlich soweit. Ich freu mich schon darauf eine Schlacht in ihrer gesamten Größe nachzuspielen. 6mm bietet da endlich genug Platz und auch die Möglichkeit eine große Anzahl an Einheiten aufs Feld zu bringen. Da unsere ausgewählte Schlacht am Beginn des Bürgerkreiges stand, habe ich versucht meinen Yankees einen etwas zusammengewürfelteren Look zu geben als es eigentlich so üblich ist.

Neben den Nordstaatlern hab ich mich auch noch um einen anderen Konflikt gewidmet. Vor einiger Zeit hatte ich ja mal meine französische Armee des deutsch-französischen Krieges 1870 vorgestellt. Seiner Zeit hatte ich die Einheiten auf 6x6cm gebased und hatte das Polemos-Regelwerk im Kopf. Nach einigem probieren traf ich aber auf das Problem, dass weder das Regelwerk, noch die große Basierung meinen Vorstellungen entsprach. Denn die eigentlichen Gefechte wurden ja durch die Bataillone geführt und das wollte ich auch darstellen. Daher hab ich mich nun umentschieden und nutze nun die Regeln „1870“. Das Regelwerk scheint nach dem Durchlesen genau das zu sein was ich suche, zudem ist es voller Szenarien und historischem Hintergrund, was es allein schon für alle an dieser Epoche Interessierte zu einem Muß macht. Hier also meine Truppen:

Die Preußen haben bisher 1,5 Divisionen sowie 2 Regimenter Kavallerie.

Auf französischer Seite stehen schon 2 Divisionen sowie 2 Brigaden Kavallerie.

Auch wenn die Franzosen ein wenig überlegen scheinen, es wird sicher spannend sein zu sehen, ob die Preußen ihre bessere Artillerie und vor allem ihre taktische Überlegenheit nutzen können, oder ob die Masse und die höhere Reichweite der französischen Gewehre den Tag entscheiden werden. Ich hab definitiv vor, euch einen schönen Schlachtbericht zu liefern.

 Wie auch immer, es wird ganz sicher ein tolles Wochenende …

ACW in 6mm – die ersten Truppen marschieren

Thomas

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Auftragsmaler und Tausendsassa bei mietpinsel.de
Im Hobby seit ich denken kann, nach einer längeren Pause Anfang der 2000er Jahre hat mich der Tabletop-Irrsinn wieder eingeholt.
Thomas

Nachdem ich die wirklich (wirklich, wirklich) kleinen Flaggen endlich angeklebt und die weißen Kanten angemalt habe, hier nun die ersten vier fertigen Bases!

Gruß,
Thomas

ACW in 6mm – think big, buy small

Thomas

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Thomas

Die letzten beiden Tage habe ich Abends immer ein paar Stunden gemalt und es ist schon wirklich was zusammen gekommen. 96 Mann sind fertig bemalt und warten auf ihre Bases, die leider noch immer nicht da sind. Noch dazu sind die nächsten 100 frisch grundiert und warten auf  ihren Einsatz.

In den wenigen Trockenzeiten habe ich immer mal wieder eines der Häuser zusammen gebastelt, sie sind zwar aus Papier, aber für die ersten Testspiele eigentlich genau richtig.

Gruß,
Thomas

PS: Ach, und zwischendurch habe ich auch noch meine Western-Platte weiter gemacht. Die ist zwar auch noch lange nicht fertig, aber hier auch mal wieder ein Update:

ACW in 6mm – der Wahnsinn in Tüten

Thomas

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Thomas

Heute war mal wieder einer dieser Tage: Du kommst von der Arbeit nach Hause und im Briefkasten erwartet Dich ein kleines, unscheinbares Briefchen. Die Aufschrift deutet vage an, was das Gewicht des Briefes dann bestätigt: die Zinnfiguren aus England sind da! Baccus hat sich hier wirklich selbst übertroffen, am Donnerstag bestellt, Freitag bezahlt und schon am Dienstag im Briefkasten. Das nenne ich mal eine schnelle Brieftaube.

Nach dem Öffnen des Briefes dann die nächste Überraschung: die 6mm Figuren (meine ersten in diesem unglaublichen Maßstab) haben so gut wie gar keine Gussgrate! Und besser noch – sie sind wirklich extrem detailliert, sogar deutlich besser, als meine 15mm Figuren von Old Glory.

Also fix eine Einheit (6 Streifen) rausgekramt, auf Holzstreifen geklebt und grundiert. Normalerweise ist spätestens das jetzt der Zeitpunkt, an dem einem die ganzen kleinen Gussnasen auffallen, die man vergessen hat, aber nichts dergleichen war zu erkennen.

Knappe zwei Stunden später waren alle Grundfarben aufgetragen und meine Begeisterung steigte immer mehr – die Figuren haben derart viele Details, das ich mich geradezu beherrschen musste, nicht alles anzumalen, damit die kleinen Figuren nicht in einem bunten Brei enden. Mein Mantra des Tages: Eine Armee, keine Figur bemalen!


Nach der Pause zum Abendessen habe ich die Figuren dann mit Wash behandelt und ganz leicht gehighlightet. Sicherlich ist das bei diesem Maßstab übertrieben, aber ich wollte einfach mal sehen was geht. Leider sind die passenden Bases noch nicht da, aber wie ich die Jungs bei Warbases kenne, kann sich das eigentlich nur noch um wenige Tage handeln.

Auf Mikkos Blog, habe ich ein paar passende Häuser gefunden, ein ganz ausdrücklicher Dank an dieser Stelle, die Dinger sind perfekt für den Anfang!
Probehalber habe ich fix mal eines zusammengebastelt, aber seht einfach selbst.

Alles in allem ein toller Start in einen neuen Maßstab – morgen geht es weiter!