Die Kabale des Gebrochenen Siegels: Invasion!

Matthias

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Niederer Schreiberling, Aushilfe und "Hobby"-Historiker, Kampagnenmeister und BigBrother im Blog.
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Ein greller Blitz zerriss die Realität und öffnete ein dunkles Tor zwischen dem Hier und dem Netz der Tausend Tore. Aus dem Dunkeln stürmten tiefgrüne, pfeilscharfe und schlanke Gleiter, geführt von einem schnittigen Jäger, gleich einer Klinge, begleitet von wendigen Hyemshin-Jetbikes. Archon Xerathis betrat die Wirklichkeit des Planeten Astaramis, nahe des Raumhafens Praxima.Anstatt aber in der Heimlichkeit die Suche nach der Krone der Seelen fortzusetzen, stürmte die Kabale des Gebrochenen Siegels unmittelbar hinein in die Wirren des Krieges. Ein Schwarm des seelenlosen Weltenfresser schickte sich an den Raumhafen zu überrennen. Allein ein paar wenige Spacemarines standen dem Schwarm noch im Weg.

Der Archon aber war nicht überrascht, im Gegenteil. Xerathis hatte diese Situation bewusst gewählt, so dass seine Anwesenheit möglichst im Chaos der Schlacht unterging und niemand von den Drukhari Kenntnis nahm. Dies bedeutete allerdings, das kein Zeuge überleben durfte, weder die einfältigen Menschen noch die wilden Kreaturen des Weltenfressers. Und sie waren auch das erste Ziel der Eldar.Das Eintreffen der Seelenjäger schien das Schwarmbewusstsein irgendwie zu beeinflussen. die Tyraniden stockten, zögerten, hielten inne, nur einen kleinen Moment, kaum wahrnehmbar. Doch dies reichte den schnellen Kriegern der Kabale bereits aus. Sie ergriffen unmittelbar die Initiative und attackierten die Kreaturen hart, schnell und mit voller Wucht. Die Eldar eröffneten sofort das Feuer und erlegten zahlreiche Termaganten, die auf die wenigen Spacemarine-Verteidiger losstürmten. Die Marines hatten eine gute Verteidiungsposition auf einer erhöhten Plattform eingenommen und eröffneten ebenfalls das Feuer auf die Tyraniden. Allerdings standen sie gegen die Übermacht des Schwarms auf verlorenen Posten.

Der Schwarm ließ sich von dem Feuer wenig beeindrucken. Von ihrem gemeinsamen Bewusstsein getrieben, stürmten sie gleichzeitig auf die Marines vor und eröffneten das Feuer. Die beeindruckende Feuerkraft der Termaganten zwang die Marines zwar in volle Deckung, konnte aber nur wenig Schaden anrichten. Diesmal beschütze der Imperator ganz gewiss.

Ohne Furcht hielten die wenigen Marines ihre Stellung gegen die Übermacht der Tyraniden, feuerten zurück und konnten einige Verluste unter den Termaganten erzielen. Auch die Carnifexe erhielten einige Treffer durch den Predator, schüttelten sie aber ab als wären sie nichts weiter als lästige Mückenstiche. Die Engel des Todes allein schienen die wilden Xenos wohl nicht aufhalten zu können. Doch heute hatten sie die Hilfe der düsteren Drukhari. Die Kabalenkrieger auf ihren schlanken Barken vernichteten die Reste des bereits angeschlagenen Termagantentrupps, töteten die Tyranidenkrieger und verwundeten einen der Carnifexe.

Unbeeinflusst durch den starken Beschuss näherten sich die Tyraniden weiter den Spacemarines. Der Beschuss der Kreaturen heilt weiter an, gerade die Carnifexe erzielten hohe Verluste unter den imperialen Verteidigern.

Plötzlich erzitterte hinter den Marines die Erde und eine Industrieplattform stürzte in sich zusammen als sich ein furchterregender Trygon  aus dem Boden erhob. Ihm folgte eine weitere Welle der Termaganten wie eine scheinbar nie endende Flut.

Der Trygon stürzte sich auf den Predator, während die Termaganten das Feuer auf eine der Schattenbarken eröffneten. Beide, Panzer und Barke, konnten den Angriffen kaum etwas entgegensetzen und binnen kurzen Zeit waren sie vernichtet und brannten lichterloh. Immerhin konnten sich die Kabalenkrieger unbeschadet aus der Barke retten.

Trotzdem das Schwarmbewusstsein von leichter Unsicherheit über den Ausgang des Gefechts befangen wurde, sah es zu dieser Phase, gerade nach dem Angriff des Trygon und den hohen Verlusten der Marines durch die Carnifexe, nicht all zu schlecht für die Tyrandien aus.

Nun lag es an den Verteidigern zu zeigen, ob sie in der Lage sein würden den Angriff des Schwarms abzuwehren. Die wenigen verbliebenen Marines setzten weiter die Termaganten unter Feuer, während die schweren Waffen und die Terminatoren den Trygon angriffen. Zugleich schlugen die Drukhari erneut zu und zeigten wieder einmal, welche Feuerkraft sie auf den Feind richten konnten. Der Trygon fiel unter dem heftigen Beschuss der Marines und des Sichelflügeljägers, während die Termagenten die ihm gefolgt waren unter heftigsten Splitterwaffenbeschuss gerieten und entweder starben oder ihren tierischen Instinkten erlagen und flohen.

Zur gleichen Zeit erlegte ein Trupp Kabalenkrieger auf ihrer Barke den Brutlord(?)  während die Schattenviper und Hyemshin die Termaganten in Zentrum der Schlachtlinie weiter ausdünnten. Durch die hohen Verluste und dem Opfer ihrer Synapsenverbindung erlagen auch die restlichen Tyranidenkreaturen ihren niederen Instinkten. Allein die Genräuber setzen ihren Angriff fort, während der Rest jeglichen Angriffsschwung verlor und sich wild im Gelände verteilte. Nun war es ein leichtes für die Verteidiger die letzten Reste niederzumachen. Diesmal hatte der Schwarm keine Chance gehabt ….

Als die letzten Kreaturen des Weltenfresser getötet waren, sammelten sich die Krieger der Kabale auf ihren Gleitern um ihren siegreichen Archon, während der Sichelflügeljäger Kreise über sie zog und das Gelände aus der Luft sicherte. In einiger Entfernung sammelten sich die wenigen überlebenden Spacemarines, die den Angriff des Schwarms überlebt hatten, auf den Trümmern der Industrieanalge. Doch noch war der Kampf nicht zu Ende, vielmehr richtete der Archon nun seinen dunklen Blick auf die Todesengel des Imperators. Niemand durfte überleben ….

 

 

Die Kabale des Gebrochenen Siegels: Das Schicksal von Konor

Matthias

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Niederer Schreiberling, Aushilfe und "Hobby"-Historiker, Kampagnenmeister und BigBrother im Blog.
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Fahl schien das graublaue Licht der schwarzen Sonne Commorraghs  durch die hohen, mit Dornen verzierten Fenster in den großen Thronsaal. Der große Raum war vollkommen leer und verlief sich zu seinen Seiten in kühle Dunkelheit. Einzig ein eleganter Obsidianthron stand in seiner Mitte, erhöht auf einer runden Basis aus flachen Stufen.  Der dunkelschwarze Thron schien das bereits geringe Licht nahezu vollständig zu verschlucken, während seine feine Verarbeitung an sich windenden Flammen erinnerte. Oder waren es doch Seelen, klagend im Todeskampf….

Vor dem Thron kniete ein Meister des Fleisches, dessen bleiche Haut in diesem Licht nahezu durchsichtig erschien. Außer ihm befand sich nur eine weitere Gestalt im Raum, ein hochgewachsener Eldar mit scharfen, noblen Gesichtszügen. Er schritt gedankenversunken durch den Raum und murmelte leise vor sich hin. „Macragge also. Diese verdammten Narren!“ Der Meister räusperte sich ein klein wenig, in der Hoffnung nicht den Missmut des Archon auf sich zu ziehen. „Ihr wolltet etwas sagen Bhenaesryt?“ Zornig blickte der Hochgewachsene auf die kniende Gestalt. „Mein Lord, wenn ihr erlaubt, ich hörte davon, dass das System in den wirren des Krieges gefangen ist.“ „Ach wirklich? Sprecht!“ Langsam erhob sich der Haemonculus und blickte seinen Herren aus dunklen Augen unterwürfig an. „Die Diener des verfaulten Shinsil fallen in das System ein. Das Chaos breitet sich aus und ein jeder wittert seine Chance nach Macht.“ Archon Xerathis Miene erhellte sich ein wenig, während er auf Bhenaesryt zuschritt. „Und das sagt ihr mir erst jetzt! Ich hätte die Narren trotz allem angegriffen, aber dies ist eine hervorragende Gelegenheit, sogar besser als erhofft.“ Er rieb sich die Hände. „Nun, wir werden unverzüglich aufbrechen. Ihr sagtet doch eh, das ihr neues Material braucht, nun, dies ist eure Gelegenheit! Ich weiß, das der Kult der verfluchten Klinge uns folgen wird. Nun liegt es nur noch an euch mir die Treue eures Zirkels zu versichern.“ „Der ebenhölzerne Stachel wird sich euch wie immer selbstverständlich anschließen, edler Archon.“ Wieder kniete sich der Haemonculus vor seinen Herren um seinen Gehorsam zu unterstreichen. „Ich werde umgehend alle Vorbereitungen treffen. Dies ist auch eine Chance für mich meine neuesten Errungenschaften zu testen.“ Xerathis wandte sich von ihm ab und blickte durch die offenen Fenster auf das düstere Commorragh hinab. „Ich werde mir die Krone wiederholen, koste es was es wolle. Diese elendigen Menschen, kaum mehr als behaarte Affen, wissen nicht einmal was sie da in ihren Händen halten.“ „Eure Krieger waren zu sehr damit beschäftigt eure Feinde zu töten, mein Herr. Es war ein Missverständnis.“ Scharf fuhr der Archon ihn an. „Ein Missverständnis? Verrat war es! Diese Feiglinge! Doch die schuldigen wurden bereits bestraft. Ihre Seelen werden eine Ewigkeit in Qualen leben bevor ich sie Ihr, die Dürstet übergebe. Doch nichts wird mich auf meinem Weg zur Macht aufhalten, weder Menschen, Dämonen, Krieg oder Götter. Und auch ihr nicht, Bhenaesryt!“  Mit Neid und Niedertracht musste man in Commorragh jederzeit rechnen, Xerathis war sich dessen durchaus bewusst. Gerade seine engsten Vertrauten waren zugleich die ersten Verräter. „Macht eure Kämpfer bereit, die Kabale rückt unverzüglich aus. Tod und Panik werden wir bringen, egal wer uns im Weg stehen sollte. Und am Ende, da werde ich sie endlich in meinen Händen halten…  und jetzt, raus hier!“