Flames of War – Sommeroffensive ’44

Am Wochenende durfte ich Christian und Matze beim Flames of War spielen beiwohnen.
Gespielt wurden zwei Schlachten der russischen Sommeroffensive 1944 – der Kampf um die Ortschaft Orsha und einen Überfall einer deutschen Panzerkompanie auf einen russischen Verfügungsraum. Gespielt wurde nach den „neuen“ Regeln, was zumindest dem russischen Spieler (Matze) noch arges Kopfzerbrechen bescheren sollte. Da Petrus sich uns wohlgesonnen zeigte, nutzten wir die Gelegenheit für das erste outdoor-Spiel des Jahres. Also haben wir fix das Grammophon rausgestellt, den Grill angeschmissen und schon ging’s los!

Aber fangen wir vorne an:

 Noch ist alles ruhig, doch dunkle Wolken ziehen über Orsha auf.

 Die russischen Gardeeinheiten haben den Befehl von höchster Stelle, die Ortschaft einzunehmen und einen wichtigen Knotenpunkt für die Offensive auf Minsk zu sichern.

Doch die 78. Infanteriedivision hatte sich nahe der Ortschaft eingegraben um den erwarteten Ansturm der russichern Garde abzuwehren.

Die Soldaten haben schon lange im Vorfeld Bunkeranlagen und Gräben errichtet.

 Die russische Offensive zielt auf 2 Punkte, den einen Westlich des Ortes …

 … den anderen im Norden

 Minenfelder sollen den Panzersturm zum erliegen bringen.

 Und auch die Maschinengewehre sind in Stellung gebracht.

 Was die Minen nicht erledigen, wird von der 88er in Empfang genommen.

 Das Kettengerassel und Getöse der Motoren kündigt die Offensive an.

 Und wie aus dem Nichts tauchen am Horizont Heerscharen von Angreifern auf.

 In Windeseile wird der Bahnhof und die anliegenden Häuser genommen.

 … doch die Verteidigung hat sich hinter der Ortschaft postiert um den Russen einen warmen Empfang zu bereiten.

 Die Strafkompanie übernahm die Aufgabe, sich der Stacheldrahthindernisse anzunehmen, um den Angriff voran zu bringen.

 Kaum poltern die ersten Panzer über die Staßen, eröffnet die Deutsche Panzerabwehr das Feuer.

 Doch der Ansturm ist zu gewaltig, die Russen kommen Welle nach Welle über die verteidigenden Deutschen.

 Doch das Missionsziel ist in Gefahr!

 Nur die 88er hält die Russen davon ab, das Ziel im Handstreich zu nehmen …

… und erkauft den Deutschen so ein paar Minuten mehr Zeit

Von der Abwehrstellung aus lässt sich das halbe Schlachtfeld einsehen – eine tödliche Falle.

Kaum noch jemand hätte daran geglaubt: die Reserven treffen ein!

 Doch sie sind zu spät. Orsha ist bereits gefallen!

 Ob die Hummeln gemeinsam mit den Sturmgeschützen einen erfolgreichen Gegenangriff durchführen können, ist doch sehr fraglich.

… und so gewinnt Matze das erste Spiel des Tages.

 Im zweiten Gefecht wird eine russische Panzerkompanie in ihrem Verfügungsraum angegriffen.

In einem abgelegenen Waldstück dachten die Russen eigentlich, sicher zu sein.

Daher richteten Sie Ihren Verfügungsraum hier ein.

Doch der Schein trügt.

Der Truppenaufmarsch ist den Deutschen nicht verborgen geblieben und so startet eine Panzerkompanie einen Überfall.

Das Überraschungsmoment ist mit Ihnen – die Russen sind völlig unvorbereitet und geraten schnell unter Druck.

… und nichts scheint die rollende Wand aus Stahl aufhalten zu können.

Nur den IL-2 Luftangriffen machen den Deutschen zu schaffen.

 Die Russen werfen verzweifelt alles was sie haben gegen die Panzerverbände.

 Doch die Infanterie hat den Panzern nichts entgegen zu setzen.

 Doch Rettung naht! Josef Stalins brechen aus Ihrer Tarnung.

 … doch wird das reichen, die Kompanie aufzuhalten?

 Immer weiter walzen die Panther durch das Unterholz.

Und die Verteidiger geraten immer mehr unter Druck.

 Die schweren Geschosse prallen einfach von den dicken Panzerplatten ab!

Unbeirrt rücken die Panzer weiter vor.

 Eilig herbeigerufene T-34 sollen es nun richten – doch ist das Glück heute nicht mit ihnen.

 Auf der anderen Seite endlich ein Erfolg für die Verteidiger. Der Gegenangriff auf die 88er-Stellung glückt.

 Und dann endlich: Ein Panther geht in Flammen auf!

Dank der mittlerweile durch den Abwehrbeschuss geschwächten Flak kommen auch immer mehr Flugzeuge durch.

 Und zum ersten mal sieht es danach aus, als könnte der Angriff doch noch aufgehalten werden.

 Nach und nach geraten immer mehr Panzer in Brand.

 Doch das Missionsziel ist bereits gefallen!

 Am Ende bleibt den Russen nur noch, die Niederlage einzugestehen.

 Und Christian gewinnt das zweite Spiel des Tages.

Noch ein abschließender Blick auf das Schlachtfeld.

Ich hoffe, der kleine Spielbericht hat Euch gefallen.

Gruß,
Thomas

PS: Ein herzliches „Hallo“ an unseren neuesten Leser, Lonewolf!

PPS: Kommen wir mal zu den Regeln. Der Russe hatte große Probleme mit seinen Panzern, weil die nun alle schlechter schießen, auch wenn sich nur ein Panzer aus der ganzen Einheit bewegt hat. Das war sicherlich Schlachtentscheidend, weil die T-34 so nicht schnell genug da waren, um effektiv Kämpfen zu können. Was für Erfahrungen habt Ihr mit den neuen Regeln gemacht, wie seht Ihr das?

Thomas

Thomas

Auftragsmaler und Tausendsassa bei mietpinsel.de
Im Hobby seit ich denken kann, nach einer längeren Pause Anfang der 2000er Jahre hat mich der Tabletop-Irrsinn wieder eingeholt.
Thomas

11 Antworten auf „Flames of War – Sommeroffensive ’44“

  1. War ein sehr netter und extrem spannender Samstag. Leider hab ich zum Schluss den ein oder anderen Fehler gemacht (mag auch am Wein gelegen haben). Auf den letzten Fotos sieht man ja wie ich die T34 anstatt zum Missionsziel davon weg bewegt hab. Dadurch hab ich dann die Schlacht verloren, anders hätt ich noch eine Runde gehabt und mittlerweile waren ja auch alle Panzer da.

    Das die russischen Tanks alle als bewegt gelten und dann noch +1 aufs Treffen bekommen ist echt hart, das "bewegt" schränkt einen eigentlich schon sehr ein. Und von den schlechteren Flammenwerfern mag ich garnicht anfangen. 😉

    Mir gefallen die neuen Regeln sehr gut, vieles ist nun klarer und Luftangriffe endlich mal wirklich gefährlich.

  2. Also, das mit den Panzern find ich nicht schlimm 😉 Aber Luftangriffe sind echt böse geworden… Ich brauch mehr Flak!
    Matze, dafür hab ich meine Fehler im ersten Spiel gemacht… Die Mörser standen falsch, die Infanterie hätte ich früher zum Missionsziel ziehen müssen. Aber natürlich hatte ich auch wieder Pech mit den Reserven, wie eigentlich immer. War trotzdem ein netter Tag, auch wenn beide Gefechte recht schnell vorbei waren. Und die Fotos sind echt klasse geworden!

  3. Ja Fehler macht man immer, man kann meinen so doofen Zug nur genau auf den Fotos nachvollziehen. Die T-34 hätten locker bis an Missionsziel ranfahren können. Heist ja nicht, das ich dann gewonnen hätte. Egal, freu mich schon aufs nächste mal, die Strafkompanie hat mich ja nun doch wirklich überzeugt 😉

    und die Reserven kamen doch auch schon in Runde 2, oder… 🙂

  4. Danke, Leute. Ich denke das Lob kann man direkt an Christan und Matthias weitergeben, die die Figuren und das tolle Gelände gezaubert haben. Bei einer so guten Vorlage musste ich nur noch abdrücken!
    🙂

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